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Die Halblinge als Volk sind etwa 1,20 groß, etwas rundlicher als Menschen und erscheinen dem unaufmerksamen Betrachter aufgrund iherer Haarlosigkeit durchaus als Kind der Menschen. Sie werden bis zu 110 Jahren alt und haben eine Vorliebe für gutes Essen, Feiern und gemeinsame Feste. Sie sind gesellige Wesen, deren gutes Gemüt in alle Welt hinaus bekannt ist, deren Hang zu Streichen jedoch auch bösartige Züge annehmen kann. Ihre geringe Größe und eher schmächtige bis dickliche Figur zeichnet sich durch die Abwesenheit zu starker Muskeln aus und führt zu einer Leichtfüßigkeit und Schnelligkeit, die sich in vielen Aspekten mit der der Elfenvölkern messen kann. Sie haben hervorragende Geduld, sind schwer zu verärgern aber wenn sie einmal den Wunsch nach Rache haben, kann die Rachsucht fast nicht besänftigt werden. Hervorragende soziale Fähigkeiten, Empathie, Manipulation, all diese Fähigkeiten machen sie zu guten Freunden, Führungspersönlichkeiten und gefährlichen Feinden, die sich anderer bedienen und ihnen den Wunsch nach Rache für sie erwecken können. Eine weitere Besonderheit ist ihre außergewöhnliche Vorstellungskraft, die sich in großartigen Geschichten aber auch in interessanten Apparaturen niederschlägt, die sie mit ihren geschickten Fingern immer kleiner und effektiver machen. Diese technischen Spielereien sind meist damit beschäftigt das Leben insgesamt einfacher und angenehmer zu gestalten oder sind Spielsachen, die für allgemeines Vergnügen sorgen sollen. Ihre Fähigkeit nicht aufzufallen, sich in Massen zu verstecken und ihre Geschicklichkeit ließ die abenteuerlustigen Halblinge schon immer auf Reisen gehen und meist endeten sie in Menschenstädten. So ist es kein Wunder, dass in vielen größeren Städten Halblinge in den eher zwielichtigen Geschäften zu finden sind, auch wenn die meisten Halblinge es vorziehen mit ihren fremdrassigen Nachbarn gut auszukommen und zu Ruhm und Reichtum gelangen können. Eine der größten kriminellen Vereinigungen die es in den letzten eineinhalb Jahrhunderten gab war die Nussbaum Gruppe, eine in Gadrien aktive Diebesbande, geleitet von der Halblingsfamilie Nussbaum, die außergewöhnliche Raubzüge zu verantworten hat. Während diese Einbrüche zwar schädlich waren, so haben ihre anderen Aktivitäten den Ruf der Halblinge in Gadrien schwer geschädigt. Die Familie Nussbaum hat als Teil ihrer Rekrutierung damit begonnen junge Straßenkinder aufzulesen und ihnen in ihren Hallen eine Bleibe zu bieten. Jüngere Halblinge, aber schon lange keine Kinder mehr, gaben sich als große Brüder und Schwestern aus um das Vertrauen der Kinder zu gewinnen und sie immer weiter in kriminelle Aktivitäten zu verstricken. Waren die Straßenkinder, genannt Nüsse, alt genug, so wurden sie integraler Bestandteil der Gruppe und oft für Dinge genutzt, die den Halblingen zu heikel war, z.B. Raubüberfälle, Körperverletzungen oder Mord. Schwer zu fassen und sich immer weiter ausbreitend wurden die Nussbaums eine Gefahr für alle rechtschaffenden Bewohner Gadriens und die Anstrengungen gegen sie wurden erhöht. Spezielle Agenten wurden ausgebildet und versucht dort einzuschleusen, die Maskierten wurden mit Befragungen beauftragt und die Heronen räucherten ihre geheimen Lager aus. Die Nussbaums, von diesem Druck unter Zugzwang gesetzt, machten es sich zur Aufgabe ein weites Netz von Unterstützern in hohen Positionen zu sammeln, sei es durch Bestechung oder Erpressung. Insbesondere das Vorgehen von Erpressungen wurde ein Markenzeichen der Nussbaums, deren Agenten die Häuser der politisch wichtigen Personen beobachteten und dann deren Kinder in's Visier nahmen. Sie näherten sich als Kinder oder nutzten ihre Straßenkinder um sich das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen und sie zu sich nach Hause einzuladen. Dort wurde mit ihnen gespielt und sie wurden umsorgt, jedenfalls so lange bis ein Kind den Wunsch äußerte nach Hasue zurückzukehren. War es nicht möglich das Kind von diesem Wunsch abzubringen, so wurde es bedroht, geschlagen und teilweise mit Drogen ruhiggestellt. All diese Tätigkeiten ließen die Nussbaums schalten und walten, insbesondere in der Hauptstadt und wurden auch zum Grund ihres Untergangs. Zissil Nussbaum, eine Halblingsfrau und als Kind als große Chance gesehen, hatte die Ausbildung der Nussbaums durchlaufen und wurde, typisch für eine weibliche Nussbaum, mit der Umsorgung der Kinder beauftragt. Diese Aufgabe führte sie mit Freuden aus, bis die Kinder bestraft werden sollte. Von ihrem eigenen Gewissen geplagt, brachte Zissil mit der Hilfe einiger rebellierenden Halblinge die Kinder in ein Gebäude unter ihrer Kontrolle, alarmierte die Behörden und arbeitete mit ihnen zusammen. Informationen, die über jahrzehnte geheim gehalten wurden, wurden offen gelegt, zeigten, auf welche Art und Weise die Nussbaums Kontrolle erhalten und behalten hatten und sorgten dafür, dass die hochrangigen Verantwortichen im Gefängnis oder am Strang endeten. Zissil und ihre Gefolgsleute wurden begnadigt, gefeiert und insbesondere Zissil wurde von den Müttern und Kindern verehrt. Den Bewohnern von Gadrien war bewusst, dass die meisten Halblinge kein anteil an diesen Gräueltaten hatten und viele empfanden tatsächliche Bewunderung für Zissil, die das Joch ihrer Familie abgestreift hatte, jedoch war bei vielen Betroffenen die Wunde so tief, dass sich in Gadrien eine fassbare Abneigung gegen Halblinge einstellte, die bis heute mal mehr oder minder stark hält.

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